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Kommunen gesucht!
Beteiligung an einem Projektantrag zum Thema Sichere Schulwege im Rahmen der Europäischen Stadtinitiative (EUI)
Wie können Schulwege schnell, wirksam und auf Basis partizipativer Planungsprozesse sicherer werden? Wir laden interessierte Kommunen in der Region Hannover ein, sich an einem Projektantrag zur Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung im Schulumfeld zu beteiligen.
Die Region Hannover bereitet zu diesem Thema derzeit mit Unterstützung von Rupprecht Consult im Rahmen der Europäischen Stadtinitiative (EUI) einen Antrag für ein Innovations-projekt vor.
Im Projekt sollen „neue, mutige und experimentelle Ansätze eingeführt werden, die über die bisherige Praxis hinausgehen und einen klaren Fortschritt gegenüber bestehenden lokalen Methoden darstellen.“
Zur Pilotierung dieser Ansätze suchen wir derzeit 2-3 Kommunen.
Anforderungen & Rolle der Pilotkommunen
Abgabetermin für den Antrag ist der 15 Juni 2026. Die Region Hannover koordiniert mit Unterstützung von Rupprecht Consult den gesamten Prozess rund um die Antragsstellung. Es wird von den Pilotkommunen erwartet, sich an der Konzeption des Antrags und möglicher Maßnahmen im Projekt zu beteiligen. Das erwartbare Budget pro Kommune beträgt circa 300.000 - 400.000€ bei einer Gesamtlaufzeit des Projekts von zwei Jahren (2027-2028). Förderfähig sind sowohl Personalkosten wie auch die Vergabe von Dienstleistungen sowie Infrastruktur-, Sach- und Bauausgaben
Projektidee
Im Zentrum des Projekts soll ein breit angelegter Ko-Kreationsprozess mit Schüler*innen, Verwaltung, Schulen, NROs (z.B. ADFC, Fuss e.V., Kidical Mass) und Anwohner*innen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Schulumfeld stehen. Schüler*innen entwickeln im Unterricht gemeinsam mit anderen einschlägigen Akteuren Lösungen für ihre eigenen Schulwege. Sie analysieren Verkehrsströme, zählen Fahrzeuge, identifizieren Gefahrenstellen und erheben über Fragebögen oder digitale Tools die subjektive Sicherheit ihrer Mitschüler*innen. Diese Crowd-sourcing Erkenntnisse werden gebündelt – etwa in Form von Gefahrenkarten oder digitalen Meldesystemen – und sind Grundlage für konkrete infrastrukturelle & organisatorische Maßnahmen.
Als sichtbare Interventionen werden daraufhin „Pop-up“-Infrastrukturlösungen erprobt, etwa Schutzstreifen, Schulstraßen, „Wanderbäume“ oder Pflanzkübel als temporäre Durchfahrtssperren oder Verkehrsberuhigungen mit Markierungen, Pylonen und Baken. Diese können flexibel angepasst und gemeinsam evaluiert werden. Ziel ist es, sowohl kurzfristig Verbesserungen zu schaffen wie auch Erfahrungen zu verschiedenen Maßnahmen zu sammeln und dabei gleichzeitig langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Ein zentrales Element ist die Einbindung der Anwohner: innen in den Ko-Kreationsprozess. Durch Dialogformate, Workshops und Beteiligungsangebote werden lokale Perspektiven integriert und Akzeptanz geschaffen. Parallel erfolgt eine gezielte Kommunikation und Wissensvermittlung an Schüler*innen rund um Verkehrssicherheit, nachhaltige Mobilität und Stadtgestaltung.
Gesamtfördervolumen
Bis zu 2 Mio. € EFRE bei einer Laufzeit von rund zwei Jahren, Förderquote von 80%
Ausschreibung & Hintergrund
Alle Informationen zum vierten Innovative-Actions-Call | EUI